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Andreas Vogel

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Einsatzkräftenachsorge

 

Von Einsatzkräften in Hilfsorganisationen wir ein sehr hohes Maß an körperlicher und geistiger Leistung gefordert. Gerade in extremen Notfallsituationen stehen sie unter hoher psychischer Belastung. Selbst routinierte Helferinnen und Helfer machen die Erfahrung, dass ihnen bestimmte Ereignisse oder Bilder eines Einsatzes nachgehen und ihre Bewältigungsstrategien nicht immer ausreichen.

Foto: M. Richter / DRK

Das Deutsche Rote Kreuz im Saarland hat speziell zur Vorbeugung und Bewältigung von Stress für Einsatzkräfte ein landesweites Team zur psychosozialen Notfallversorgung im Saarland im Einsatz. Dieses landesweite Team besteht aus speziell geschulten Einsatzkräften, sog. “Kollegialen Ansprechpartnern”; dies sind nach wissenschaftlichen Erkenntnissen und in standardisierten Ausbildungsgängen weitergebildete DRK-Kollegen, welche diese Rolle als Kollegialer Ansprechpartner umsetzen können. Sie werden durch ebenfalls in dieser Methode trainierte psychosoziale Fachkräfte (z.B. Psychologen, Fachärzte sowie auch speziell ausgebildete Theologen und Therapeuten mit Einsatzerfahrung) unterstützt.

Ziel der Psychosozialen Unterstützung für Einsatzkräfte ist es, für alle Einsatzkräfte des DRK und sonstiger Hilfsorganisationen sowie Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), ein Angebot zur kompetenten Förderung/Unterstützung der psychischen Stabilität und Einsatzfähigkeit vor und während des Einsatzes beziehungsweise zur Wiedererlangung der Einsatzfähigkeit nach dem Einsatz zu schaffen.

Die Aufgabenfelder beinhalten die primäre Prävention durch zielgruppengerechte Qualifizierungs-, Trainings- und Informationsmaßnahmen vor dem Einsatz. Auch die Beratung und Unterstützung der verantwortlichen Führungskräfte und situativ notwendige Intervention während des Einsatzes, sowie die sekundäre Prävention durch Angebote der Einsatznachsorge und Initiieren und Vermitteln weiterführender Hilfen bei Bedarf nach dem Einsatz.

Im Rahmen der Einsatznachsorge kann ein kollegiales Vier-Augen-Gespräch, eine telefonische Beratung (auch anonym!), eine Kurzbesprechung im Gruppenrahmen mit den beteiligten Einsatzkräften wenige Stunden nach dem belastenden Ereignis oder auch eine Nachbesprechung im Gruppenrahmen mit den beteiligten Einsatzkräften einige Tage nach dem belastenden Ereignis in Anspruch genommen werden.

Für jede Einsatzkraft gilt:

Professionelles Handeln im Einsatzwesen schließt den sorgsamen Umgang mit der eigenen körperlichen und psychischen Gesundheit ein!

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hier können Texte und Infos heruntergeladen werden

Infoflyer zur Einsatzkräftenachsorge

Download Infoflyer PSNV

 


Ausbildungen 2012

Ausbildung Kollegialer Ansprechpartner 2012