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Foto: Ein Baby schaut über die Schulter eines Rotkreuzhelfers
Foto: S.Trappe / DRK

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Angebote für Menschen mit Demenz

Das Projekt "Angehörige stärken"

Derzeit leben in Deutschland etwa eine Million Erkrankte, deren Anteil in Zukunft mit cirka 200 000 Neuerkrankungen pro Jahr stark ansteigen wird. Das Saarland ist unter allen alten Bundesländern von den demographischen Entwicklungen am stärksten betroffen und nimmt den für Deutschland typischen Trend in verschärfter Form bereits heute vorweg. Derzeit leben im Saarland 25.000 Menschen, die von einer dementiellen Erkrankung, bspw. Alzheimer, betroffen sind. Krankheitsbedingte Beeinträchtigungen können die Betroffenen im Verlauf einer dementiellen Erkrankung vor zunehmende, unüberwindbare Probleme stellen. Der überwiegende Teil der Pflege und Betreung wird zu Hause von nahen Angehörigen geleistet. Diese tragen unter anderem auch die Hauptlast der Pflege und Versorgung demenzkranker Menschen. Zu den körperlichen Belastungen gesellen sich verschiedene Faktoren, die das körperliche und seelische Wohlbefinden der Angehörigen zusätzlich belasten können.

Das Projekt "Angehörige stärken - Unterstützung im Leben mit demenzkranken Menschen" im Bereich der DRK-Altenhilfe richtet sich an Menschen, welche an einer dementiellen Erkrankung leiden und an deren Angehörige. Diesen Menschen bietet der DRK-Landesverband Saarland in Kooperation mit den Landkreisen und den DRK-Kreisverbänden, an 14 Standorten im Saarland, in den "Café Vergissmeinnicht" stundeweise Betreuungs- und Beschäftigungsangebote in der Gruppenbetreuung an. Im "Café Vergissmeinnicht" werden demenziell erkrankte Menschen von einer Pflegefachkraft und von geschulten ehrenamtlichen DemenzbegleiterInnen betreut und beschäftigt.

Im Regionalverband Saarbrücken bietet der DRK-Landesverband Saarland in Kooperation mit der Alzheimerhilfe Saarbrücken eine stundenweise Betreuung demenzkranker Menschen durch geschulte ehrenamtlichen Demenzbegleiter/innen an. Diese betreuen im Rahmen von 2 bis 5 Stunden pro Woche, demenzkranke Menschen in der Häuslichkeit

Darüber hinaus werden Kurse zur „Pflege und Betreuung demenzkranker Menschen“ in Kooperation mit Pflegekassen angeboten. Einen besonderen Schwerpunkt in der Altenhilfe bildet die Gewinnung und Qualifizierung von Menschen, die an einer ehrenamtlichen Tätigkeit in der Altenhilfe interessiert sind. Neben den Ausbildungen beziehungsweise Qualifizierungsmaßnahmen für die Ehrenamtlichen werden auch regelmäßig Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen für die ehrenamtlichen Demenzbegleiter/innen angeboten.


 

Foto: Eine demente Dame freut sich über einen Hund hält sich an ihrem Pflerger fest.
Foto: A. Zelck / DRK

Die demenzerkrankten Menschen, haben unter anderem die Möglichkeit, im Café Vergissmeinnicht gemeinsame Aktivitäten durchzuführen, wie zum Beispiel das gemeinsame singen alter Lieder. Für die Zeit der Betreuung im Café Vergissmeinnicht stehen den Besuchern ehrenamtliche Demenzbegleiter zur Unterstützung zur Seite. Je nach individuellem Bedarf unterstützt die Pflegefachakraft, welche die Gruppe begleitet bei entstehendem pflegerischem Aufwand während der Betreuungszeiten.

Pflegebedürftige mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (demenziell erkrankte, behinderte oder psychisch kranke Menschen) erhalten je nach Betreuungsbedarf einen Grundbetrag von bis zu 100 Euro bzw. einen erhöhten Betrag von bis zu 200 Euro monatlich.

Dementenbetreuung bei Ihrem Kreisverband vor Ort