07.02.2012:DRK gibt Gesundheitstipps und Verhaltensregeln bei Tiefsttemperaturen im Saarland !!
DRK Landesarzt Dr. Otto bittet um Einhaltung der Regeln !
Schnupfen: Vorbeugen hilft
Um einem Schnupfen vorzubeugen, ist regelmäßiges Händewaschen ein einfaches und wirksames Mittel, so Dr. Stefan Otto, Landesarzt des DRK Landesverbandes Saarland. Denn Bakterien und Viren werden nicht nur beim Händeschütteln übertragen, sondern haften auch auf Türklinken oder an Treppengeländern.
Bei Nießen oder Husten sollte man sich etwas vor Mund und Nase halten, damit die feinen Wassertröpfchen mit den Krankheitserregern nicht durch den ganzen Raum geschleudert werden. Dies kann ein Taschentuch oder der eigene Unterarm sein. Die Hand ist weniger gut dazu geeignet, da sie ansonsten sofort gewaschen werden müßte um die Krankheitserreger nicht sofort auf alle Gegenstände, die wir dann anfassen, zu übertragen.
Wer bei besonders trockener Heizungsluft täglich die Nase mit einer Salzlösung spült oder salzhaltige Nasensprays benutzt, senkt auch das Schnupfenrisiko. Gut für das Immunsystem sind nach dem Duschen eine kurze Dusche mit kaltem Wasser oder regelmäßige Saunabesuche, so Dr. Otto weiter. Bei Erkältungen oder gar Fieber ist Schwitzen in der Sauna aber Tabu: Das angegriffene Immunsystem verträgt den Wechsel von extremen Wärme- und Kältereizen weniger gut.
Schnupfen: Wenn es mich erwischt hat
Wen es erwischt hat, der kann leichter atmen, wenn die Zimmerluft nicht zu trocken ist. Dabei helfen Wasserschalen im Raum oder feuchte Tücher über der Heizung, aber auch kurzes (10 min)aber gründliches Lüften. Bei festsitzendem Schleim in Nase und Nasennebenhöhlen empfehlen sich Kopfdampfbäder. Schleimhautabschwellende Nasentropfen und -sprays sollten höchstens sieben Tage lang zum Einsatz kommen, sagt der Landesarzt des DRK. Sonst kann sich die Nasenschleimhaut daran gewöhnen – ein „Schnupfenmittel-Schnupfen“ entsteht.
Haut: Eincremen wichtig
Wenn es draußen friert und die Heizungsluft drinnen trocken ist, trocknet auch die Haut aus. Wichtig ist jetzt, nicht zu lange und zu heiß zu duschen. Wer sich in der Badewanne aufwärmt, sollte nicht länger als 20 Minuten im warmen Wasser liegen. Im Anschluss an die warme Dusche oder das warme Bad sollte eine kurze kalte Dusche erfolgen. Das stärkt das Immunsystem und lässt einen nicht wieder sofort nach dem Bad frieren. Danach ist Eincremen angesagt. Wenn die Haut trotz Tagescreme juckt oder spannt, kann jetzt auch tagsüber eine gehaltvollere Nachtcreme sinnvoll sein.
Für sehr trockene Haut gibt es auch spezielle Cremes mit feuchtigkeitsbindenden Substanzen wie Glyzerin oder Urea. Wer in der Kälte spazieren geht oder auf Skiern unterwegs ist, sollte Hände und Gesicht vorbeugend mit einer fetthaltigen Creme schützen – bei Sonne und Schnee mit UV-Schutz. Gerade auf Schnee kann es schnell zum Sonnenbrand kommen. Nur wer sehr fettige und unreine Haut hat, sollte Fettcremes besser sparsam auftragen, erläutert Dr.Otto.


