02.03.2012: 200 Pflegefachkräfte diskutierten die Zukunft der Pflege und Altenhilfe
Überregionaler DRK Kongress fand großen Zuspruch und Zustimmung der Teilnehmer/innen
Am Freitag, dem 2.3.2012 führte das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Landesverband Saarland, den Kongress mit dem Thema „Altern – im Wandel der Zeit“ im Bürgerhaus Neunkirchen durch. Hauptrednerin an diesem Kongress, zu dem 200 Pflegefachkräfte aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz kamen, war Frau Prof. Dr. Ursula Lehr zu dem Thema „Älter werden – gestern, heute und morgen – Herausforderung und Chance“. Monika Bachmann, Ministerin für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales, Sport, Gesundheit und Verbraucherschutz überbrachte ein Grußwort und stellte die aktuellen sozialpolitischen und altenpolitischen Maßnahmen der Regierung auf dem Hintergrund des demographischen Wandels dar.
Frau Prof. Dr. Ursula Lehr, stellte mit 80 Jahren in einen überaus lebendigen Vortrag, die demographische Entwicklung in Deutschland und im Saarland dar. Danach wird für das Saarland für den Zeitraum von 2006 bis 2025 ein Rückgang der Bevölkerung prognostiziert von 9,3 %, dies ist die höchste Quote von allen westlichen Bundesländern, so Frau Lehr. Bezogen auf die Landkreise ist der höchste Rückgang festzustellen für den Zeitraum 2010 bis 2030 von 14, % bei dem Landkreis Neunkirchen, somit ist der Standort Neunkirchen für den Kongress ein richtig gewählter, so Lehr. Besonders kritisch wurde hinterfragt der Umstand, dass der 1995 eingeführte Grundsatz in der Pflege „Rehabilitation vor Pflege“ bis heute nicht realisiert worden ist, im Gegensatz zu dem Grundsatz „Ambulant vor stationär“.
Besonders deutlich wurde von ihr herausgestallt, dass sich das Familienbild in der heutigen Gesellschaft vollkommen unterscheide von dem vor Jahrzehnten. So war früher, Lehr weiter, ein Großelternpaar umgeben von mehreren Kindern und einer Schar von Enkeln. Heute sei das Einzelkind umgeben von vier Großeltern, zwei Urgroßeltern und möglicherweise noch Stiefgroßeltern.
Bei der Abschlusspräsentation der Ergebnisse der Workshops wurde deutlich, dass in allen intensiv diskutiert wurde und von den Teilnehmern zahlreiche Fragen gestellt wurden besondere Resonanz fand der Workshop von Roswitha Fuhr und David Fitzpatrick vom Caritasverband zu dem Thema „End of life care – die letzte Lebensphase mitgestalten, mit 51 Interessierten. Zwei Altenpflegeschulen waren mit Ihren Schülern/innen vertreten die Altenpflegeschule Saarlouis und die Altenpflegeschule aus Landstuhl. Interessante Impulse für Führungskräfte gab es in dem Workshop „Alterssensible Gesundheitsförderung“. Dort machte Cornelia Schneider deutlich, dass die Gesundheit des arbeitenden Menschen nicht erhalten wird ausschließlich durch die Beachtung der Vorschriften der Arbeitssicherheit, sondern Lob, Anerkennung, Würdigung und intakte zwischenmenschliche Beziehung auch am Arbeitsplatz sind Grundvoraussetzungen, um die Gesundheit von Arbeitnehmern erhalten zu können. Abschließend plädierten alle für eine Fortsetzun g dieser Veranstaltung.





