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Presseberichte über die Arbeit des IKRK

Großer Häftlingsaustausch in Nahost auf dem Weg

Der spektakuläre Gefangenenaustausch in Nahost hat begonnen. Ein Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu teilte mit, der israelische Soldat Gilad Schalit befinde sich schon in Ägypten.

Israelische Medien berichteten, der 25-Jährige solle in Kürze zum Grenzübergang Kerem Schalom nach Israel gebracht werden. Sprecher der radikalislamischen Hamas dementierten das allerdings. Israel begann inzwischen mit der Übergabe von 477 palästinensischen Gefangenen an Vertreter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz.

Mehr übergewichtige als hungernde Menschen auf der Welt

(AFP) – 22.09.2011 

Neu Delhi — Mehr Menschen auf der Welt leiden inzwischen an Übergewicht als an Hunger. Während 15 Prozent der Weltbevölkerung zu wenig zu essen hätten, seien 20 Prozent der Menschheit übergewichtig, erklärte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) im indischen Neu Delhi. Nach dem dort vorgestellte jährlichen Weltkatastrophenbericht des IKRK sind 1,5 Milliarden Menschen übergewichtig und rund 925 Millionen Menschen unterernährt.

Die Zahlen verdeutlichten, dass auf der Welt etwas falsch laufe, sagte IKRK-Generalsekretär Bekele Geleta. Das Hungerproblem liegt laut IKRK nicht an einer weltweiten Knappheit von Nahrungsmitteln, sondern an schlechter Verteilung, Verschwendung und steigenden Preisen.

Dabei nehme die Not der Unterernährten inmitten einer akuten Nahrungsmittelkrise wieder zu, warnte die Organisation. Sie führte die in diesem Jahr wieder deutlich gestiegenen Lebensmittelpreise unter anderem auf Spekulation und die Auswirkungen des Klimawandels zurück. Die hohen Nahrungsmittelpreise schüren Befürchtungen, dass es wie 2008 zu Hungeraufständen und politischer Instabilität in betroffenen Ländern kommen könnte.

Der Weltkatastrophenbericht wird jährlich vom IKRK herausgegeben und soll ein Problem von globaler Bedeutung hervorheben. Das IKRK wollte mit seinem Bericht dieses Jahr die Ungleichheit zwischen Armen und Reichen herausstellen. Im vergangenen Jahr befasste sich die Studie mit der Urbanisierung, 2009 mit Fragen rund um Aids und Gesundheit.

 

Peter Maurer wird neuer IKRK-Präsident

 

Berlin, 2. November 2011

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Dr. Peter Maurer, Staatssekretär im schweizerischen Außenministerium, ist zum neuen Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) gewählt worden. Er tritt sein Amt am 1. Juli 2012 an und löst Jakob Kellenberger ab, der das Amt seit dem 1. Januar 2000 inne hat.

Dr. Maurer wurde von der Versammlung des IKRK auf zunächst vier Jahre gewählt. Er ist schweizer Staatsbürger Jahrgang 1956, stammt aus Thun und ist promovierter Historiker. Seit 1987 ist er im diplomatischen Dienst der Schweiz tätig mit Einsätzen unter anderem in Pretoria und New York. Er vertrat  die Schweiz 2004-2010 als ständiger Vertreter  bei den VN. In 2010 wurde er zum  Staatssekretär im Auswärtigen Amt der Schweiz bestellt. 

Das IKRK ist eine unparteiische, neutrale und unabhängige Organisation. Ihre ausschließlich humanitäre Aufgabe ist es, das Leben und die Würde der Opfer von bewaffneten Konflikten und anderen Situationen von Gewalt zu schützen, auch durch die Entwicklung des humanitären Völkerrechts. Gegründete 1863 ist das IKRK der Ursprung der Genfer Konventionen und der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.

Jede nationale Rotkreuz- oder Rothalbmondgesellschaft muss vom IKRK anerkannt werden, um den  Namen und das Kennzeichen „Rotes Kreuz“,  „Roter Halbmond“ führen zu dürfen. Das IKRK leitet und koordiniert die internationalen Aktivitäten der Bewegung in bewaffneten Konflikten und anderen Situationen der Gewalt. Hierfür verfügt es über  ein Jahresbudget von rund einer Milliarde Schweizer Franken (ca. 800 Millionen Euro).

Das DRK arbeitet sehr eng mit dem IKRK zusammen, insbesondere bei allen Einsätzen in Kriegs- und Konfliktgebieten. Zahlreiche Delegierte aus Deutschland gehen jedes Jahr für das IKRK in den Einsatz.